WOHER UND WOHIN?

Großes vor – und schon viel erreicht: Wie modernisiert KONSENS die IT der Steuerverwaltung? Hier eine Übersicht der Meilensteine auf diesem Weg, vom Verwaltungsabkommen über das digitale Verfahren ELSTER Lohn II bis hin zu einem Ausblick ins Jahr 2022.  

  • 9.7.2004
    Die Finanzministerkonferenz entscheidet sich für die Entwicklung einer einheitlichen Software, gesteuert durch die Länder Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und den Bund. Vorgehen und Planungsprozess werden definiert, ein Qualitätsmanagement eingerichtet.
  • 01.01.2005
    Das digitale Verfahren ElsterLohn I löst die Lohnsteuerbescheinigung aus Papier ab. Seit 2008 – nach dem Pilot und der Einführungsphase – werden jährlich ungefähr 50 Millionen Lohnsteuerbescheinigungen übermittelt. Damit ist die bundesweite, allgemeine Teilnahme am Verfahren ElsterLohn I erreicht.
  • 1.1.2007
    Das Verwaltungsabkommen KONSENS tritt in Kraft. Damit ist das Ziel festgeschrieben, ländereigene Lösungen nach und nach durch moderne KONSENS-Verfahren zu ersetzen.
  • 31.1.2008
    Die Grundinformationsdaten werden in einem einheitlichen Datenbanksystem verwaltet: GINSTER. Ab Herbst enthält die Suche eine länderübergreifende Namensabfrage. Bürgerinnen und Bürgern bekommen eine elfstellige steuerliche Identifikationsnummer.
  • 13.3.2011
    Das digitale Verfahren ElsterLohn II löst die Lohnsteuerkarte aus Karton gänzlich ab. Seit Juli 2011 haben alle Finanzämter Zugriff auf die bundesweite Datenbank. Heute nehmen mehr als 2,1 Millionen Arbeitgeber an dem Verfahren der elektronischen Lohnsteuerkarte teil und rufen die Lohnsteuerabzugsmerkmale ihrer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer elektronisch ab.
  • 2012
    Weitestgehend einheitliche Festsetzungsverfahren in allen 16 Ländern: Dort arbeiten mehr als 100.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit einer einheitlichen Software, wenn sie die Steuerbescheide erstellen.
  • 2017
    Bundesweit sind 159 einheitliche Software-Produkte in den Steuerverwaltungen im Einsatz. Am Vorhaben KONSENS arbeiten mehr als 600 Personen (Vollzeitstellen). Das jährliche Budget für die Umsetzung: rund 160 Millionen Euro.
  • 1.1.2019
    Das KONSENS-Gesetz vom 14.8.2017 tritt in Kraft. »Zur erheblichen Verbesserung oder Erleichterung des gleichmäßigen Vollzugs der von den Ländern im Auftrag des Bundes verwalteten Steuern wirken Bund und Länder beim einheitlichen Einsatz von IT-Verfahren und Software sowie ihrer einheitlichen Entwicklung zusammen«, heißt es in Abschnitt 1, § 1.
  • 31.12.2022
    Die Maßnahmen zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens, die seit 2016 laufen, sind im Wesentlichen umgesetzt – zum Beispiel der Relaunch des ElsterOnline-Portals.