»WIR VERFOLGEN ALLE EIN
GROSSES GEMEINSAMES ZIEL«

Was bedeutet KONSENS für die Menschen, die in der Steuer- und Finanzverwaltung täglich mit und daran arbeiten? Stimmen aus Hamburg und Sachsen.

»Die Corona-Krise hat gezeigt, wie wichtig die Digitalisierung für eine funktionierende (Steuer-)Verwaltung ist. Nur auf digitale Daten kann man von überall zugreifen. Gleichzeitig steigt damit die Relevanz des Datenschutzes. Wo früher der Zimmerschlüssel den Zugriff regelte, sind es heute die Berechtigungen in UNIFA.«
Sachbearbeiter im Organisationsreferat der Steuerverwaltung Hamburg, m, 39

»Durch die Vernetzung von immer mehr Verfahren wird es wichtiger, dass die verschiedenen Bereiche gut zusammenarbeiten und gut miteinander kommunizieren. Inzwischen kann in einem Bereich fast nichts mehr geändert werden, ohne dass es zum Teil sogar wesentliche Auswirkungen auf andere Verfahren hat.«
Teamleiterin IT, Steuerverwaltung Hamburg, w, 54

»Über die Landesgrenzen hinweg verfolgen wir ein großes gemeinsames Ziel: den Vollzug der Steuergesetze für die Bürgerinnen und Bürger, aber auch für die Beschäftigten in den Finanzämtern, effizient, verständlich und gerecht zu gestalten. Hierzu brauchen wir kreative Köpfe, erfahrene alte Hasen, Treiber, Mutige, Kümmerer, Vermittler und Schlichter. Diese bunte Mischung macht die KONSENS-Gremien stark. Häufig wird in der Sache hart miteinander gerungen, aber letzten Endes doch ein gemeinsamer Weg gefunden
Referatsleitung Organisation in der Steuerverwaltung Hamburg, Mitglied Steuerungsgruppe Organisation, w, 59

»KONSENS macht (die) Arbeit? In meiner täglichen Arbeit stimmt irgendwie beides. Aber es überwiegen eindeutig die Vorteile, die wir in Sachsen durch KONSENS haben: Dadurch können wir mit allen Ländern problemlos zusammenarbeiten und sind im Vergleich zu anderen Verwaltungen in der Digitalisierung weit voraus. Durch die AG Transparenz haben wir die Möglichkeit, in die Black Box ›Aufgabenentwicklung‹ hineinzuschauen und die Interessen der übernehmenden Länder zu transportieren. Trotzdem finde ich die Entscheidung richtig, dass die Steuerungsgruppenländer und der Bund die Strategie vorgeben. Sonst würde bei 16 Ländern einfach ewig der richtige Weg erörtert, aber niemand würde ihn gehen.«
Referent im Automationsreferat der sächsischen Steuerverwaltung, Mitglied AG Transparenz, m, 43

»KONSENS muss man sich wie einen Bilderrahmen vorstellen, der das technische Leben des Finanzamtes zusammenhält. Wie auf einem Familienfoto arbeitet dabei die ganze KONSENS-Familie, alle Länder und der Bund, zusammen an einem Ziel: der Steuererklärung den Weg vom Papier in die elektronische Akte zu ebnen. Ob in Passau oder Husum, zukünftig soll jede Bearbeiterin und jeder Bearbeiter im Finanzamt alle steuerlichen Belange auf dem Bildschirm gleich sehen können
Fachlicher Vertreter der Gruppenleitung im Organisationsreferat der Steuerverwaltung Hamburg, m, 39

»Die Automation folgt der Organisation – diese Zeiten sind vorbei. Länderbesonderheiten bei der Organisation der Finanzämter können in KONSENS aus nachvollziehbaren Gründen nur bedingt Berücksichtigung finden. KONSENS bietet damit einen willkommenen Anlass, althergebrachte und eingeschliffene Verfahrensweisen – ja, die gibt es auch in den ›neuen‹ Ländern schon – zu hinterfragen und einen Best-Practice-Ansatz in die eigene Ablauforganisation einfließen zu lassen.«
Sachbearbeiter im Organisationsreferat des Sächsischen Staatsministeriums der Finanzen, m, 43